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Von Traumberufen und Erfolgsstrategien

Im Mittelpunkt des 11. Musiksymposium – The Music Meeting Day stehen nicht nur der Musikjournalismus

und die Ueberlebenschancen der immer zahlreicher werdenden Indie-Labels, sondern

auch der Austausch und das Networking.

 

2008, nach dem 8. Musiksymposium, legte der Event eine fünfj.hrige Pause ein. Ein notwendiger Entscheid, wie die Programmverantwortliche Olivia Viteka im Rückblick sagt: „Die Musikbranche war damals im Totalumbruch in Richtung Internet. Und wir mussten neue Konzepte und Themenkreise finden, um dieser Wandlung gerecht zu werden.“ Bei der ersten Durchführung der Veranstaltung im Jahr 2000 sei die Welt – sprich: die Musikbranche – noch einigermaІen in Ordnung gewesen, so Viteka. „Doch in den folgenden Jahren wurden die Fragezeichen die Entwicklung des Geschäfts betreffend immer grösser.“
Fokus auf Information
Für Künstler drehe sich heute vieles um die Finanzierung ihrer kommenden Projekte. Der Kostenplan für die Tonträger oder Videoclips setze sich nicht selten durch ein Patchwork von Crowdfunding oder Kollekte-Konzerten zusammen.
Themen, die beim 11. Musiksymposium im Panel „Kann ein Schweizer Musiker von der Musik leben?“ auf den Tisch kommen werden. „Es braucht einen Ort, an dem sich die gesamte Musikbranche informieren, austauschen und auf die Suche nach gemeinsamen Lösungsansätzen machen kann“, erklärt Viteka die Wichtigkeit des Events, der am 10. September in Zürich über die Bühne geht. 


Als Veranstalter agieren zwei Verbände: die Schweizerische Vereinigung der Musikverleger (SVMV) und die Association of Swiss Music Producers (ASMP). Und wo sieht Viteka die hauptsächlichen Unterschiede zum Branchentreff m4music? „Beide Veranstaltungen drehen sich ums Musikbusiness. Der Kontrast liegt im Programm selbst“, gibt sie zur Antwort. Während m4music sein Programm in verschiedene Punkte unterteile – von Live-Musik über die Demotape Clinic bis hin zu diversen Panels –, liege das Hauptaugenmerk beim Musiksymposium ganz auf der Information. "Im Zentrum stehen aktuelle Referate und Diskussionsrunden, die sich mit allen Aspekten der Musikindustrie befassen“, so Viteka. Einen seiner Programmpunkte widmet der Music Meeting Day, der ein weiteres Mal von der Stiftung Phonoproduzierender sowie der SUISA-Stiftung für Musik unterstützt wird, dem Musikjournalismus. „musikmarkt“-Korrespondent Markus Ganz referiert zum Thema „Musik und Journalismus – ein Minenfeld“ und der in London stationierte Publizist Hanspeter „Düsi“ Künzler stellt in seiner Keynote die Frage: „Traumberuf Musikjournalist?“. Bei ihren Recherchen sei sie auf zahlreiche Artikel gestoІen, in denen die Berufsgattung stark kritisiert wird, sagt Viteka, die unter dem Künstlernamen Olivia Gray mit Hits wie „Raining In My Heart“ diverse Erfolge feierte. Sie gibt sich überzeugt: „Viele Leute sind sich gar nicht mehr bewusst, was eine unabhängige, objektive und professionelle Musikkritik ist.“ 

Der Music Meeting Day nimmt sich nicht zuletzt auch der helvetischen Indie-Labels an, die laut Programm wie Pilze aus dem Boden schieІen würden. Einen Grund dafür sieht Viteka in der Tatsache, dass mittlerweile nur noch drei Majors existierten. Ein Panel, zusammengesetzt aus Fabienne Schmuki (Irascible),
Martin Geisser (Bakara Music), Reto Lazzarotto  (Gadget) und Victor Waldburger (TBA/Phonag), versucht innerhalb einer Stunde zu ergründen, was nötig ist, damit sich die Indie-Unternehmen tatsachlich längerfristig zu etablieren vermögen. Und nicht zuletzt soll das Quartett auch über seine eigenen – bislang überaus erfolgreichen – Arbeitsweisen und Strategien debattieren. Viteka ist es ein Anliegen, dass die Teilnehmer des Music Meeting Day mit neuen Inputs nach Hause gehen. „Und mit dem Gefühl, einen umfassenden Überblick über die Musikszene erhalten zu haben.“ Sie ist sich sicher, dass die Anwesenden im Verlaufe des Tages jede Menge Tipps und Vorschläge erhalten, wie man Dinge ganz anders anpacken könne. „Bei den Diskussionen, sowie beim Networking und Brainstorming kristallisieren sich stets neue Ideen und Vorschläge heraus“, betont Viteka. Dementsprechend biete das Musiksymposium etliche Gelegenheiten, um neue Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen auszutauschen. | Michael Gasser

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